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Ist Kohlensäure schädlich für die Gesundheit?

Ist Kohlensäure schädlich für die Gesundheit?Beim Verzehr von Sprudel stellt sich vielen Menschen die Frage, ob Kohlensäure schädlich für unsere Gesundheit ist. Schließlich handelt es sich dabei um eine Säure. Nicht wenige Menschen sehen bei diesem Wort bereits wie sich ihre Speiseröhre in Luft auflöst. Zumindest vor ihrem geistigen Auge.

Dennoch handelt es sich bei Sprudel um das beliebteste Wasser in Deutschland. Es wird wahlweise im Supermarkt gekauft oder mithilfe eines Wassersprudlers zu Hause selber hergestellt. Nur jeder Zehnte trinkt lieber stilles Wasser.

Im folgenden Artikel gehen wir auf Gerüchte sowie gesundheitliche Vor- und Nachteile von Sprudel ein. Die Fakten stellen wir dabei nach bestem Wissen und Gewissen für Sie zusammen.

Gerüchte über die Schädlichkeit von Kohlensäure

In den letzten Jahren sind einige Gerüchte über die negativen Effekte von Kohlensäure auf die Gesundheit immer wieder durch die Medien gegangen. Diese werden wir im folgenden Abschnitt so gut es geht entkräften.

Kohlensäure löst Kalzium aus den Knochen

Kohlensäure stand vor allem früher im Verdacht, das wichtige Kalzium aus den Knochen zu lösen. Zwar stimmt es, dass starke Säuren Knochen auflösen können, dafür ist Kohlensäure jedoch viel zu schwach. Mit einem nahezu neutralen pH-Wert ist Sprudel weit davon entfernt, Knochen aufzulösen.

Kohlensäure übersäuert den Körper

Auf Seiten über Naturheilkunde liest man immer wieder, dass Kohlensäure den Säure-Base-Haushalt des Körpers negativ beeinflussen soll. Angeblich komme es bei vermehrtem Verzehr zu einer Übersäuerung. Diesem Phänomen wirkt der Körper entgegen, indem er Haare und Nägel abbaut. Dabei wird Kalk freigesetzt, der die Säure neutralisiert. Als Folge soll es zu brüchigen Nägeln und zu Haarausfall kommen.

Was dabei jedoch vergessen wird: Sprudel ist so gut wie pH-neutral. Das entspricht einem Wert von 7. Reine Kohlensäure hat zwar einen pH-Wert von 4, jedoch ist diese nur in sehr geringen Mengen im Sprudel enthalten. Des Weiteren ignoriert die Schulmedizin das Thema Übersäuerung bisher fast gänzlich.

Wir halten die Übersäuerung des Körpers durch Kohlensäure daher nur für ein Gerücht. Zumindest so lange bis aktuelle Studien das Gegenteil beweisen.

Gesundheitliche Nachteile von Sprudel

Nur für Menschen, die unter Magenproblemen leiden, kann Kohlensäure schädlich sein. Die schwache Säure fördert nämlich die Produktion von Magensaft. Ein saures Aufstoßen ist beim Verzehr von Sprudel daher tatsächlich möglich. Das Phänomen ist besser bekannt als Sodbrennen.

Dennoch darf Sprudel natürlich auch von Menschen mit Magenproblemen in geringen Mengen verzehrt werden. Nur vom täglichen Konsum mehrer Liter raten wir in diesem Fall ab. Das gilt übrigens auch für Menschen mit einem gesunden Magen. Zu viel Sprudel kann nämlich zu Blähungen und einem Völlegefühl führen. Wie viel Sprudel in Ordnung ist, muss jeder für sich herausfinden.

Das sind die Vorteile für die Gesundheit

Während wir die Nachteile von Kohlensäure recht schnell abhandeln konnten, ist die Liste der Vorteile für die Gesundheit deutlich länger:

  • Kohlensäure schützt vor Keimen
    Aufgrund seiner Eigenschaften als Säure wirkt Kohlensäure leicht desinfizierend. Keime haben somit keine Chance. Das Wasser ist länger haltbar.
  • Verbesserung des Geschmacks
    Die kleinen Bläschen im Sprudel reinigen die Geschmacksnerven im Mund. Somit verbessert sich gleichzeitig auch die Geschmacksfähigkeit.
  • Durchblutung der Mundschleimhaut
    Auch die Durchblutung der Schleimhaut im Mund wird durch prickelnde Bläschen verbessert. Die Blasen wirken dabei wie eine Massage für die Haut.
  • Der Darm wird unterstützt
    Kohlensäure regt die Tätigkeit des Darms an. Sprudel hilft also auch bei der Verdauung.
  • Sprudel macht satt
    Das enthaltene Kohlendioxid bläht den Magen auf, wodurch das Gefühl der Sättigung schneller erreicht wird. Unser Tipp: Vor dem Essen ein Glas Sprudel trinken. So isst man automatisch weniger.
  • Mehr Speichel
    Die Bläschen fördern nicht nur die Durchblutung, sondern regen auch die Produktion des Speichels an. Speichel hilft bekanntlich bei der Verdauung. Ein altes Sprichwort lautet deshalb: Gut gekaut ist halb verdaut.

Aktuelle Studie 2017: Macht Kohlensäure dick?

Eine Studie aus dem Jahr 2017 soll gezeigt haben, dass Sprudel dick macht. Der Hintergrund: Der regelmäßige Verzehr von Sprudel dehne den Magen aus. Ein Effekt, den wir zuvor als Vorteil gelobt haben. Die dauerhafte Dehnung des Magen soll dazu führen, dass das Hungergefühl mit der Zeit stärker wird.

Ähnlich ist es bei übergewichtigen Menschen: Wer mehr isst, der hat auch einen größeren Magen. Dieser wird mit der Zeit immer schwieriger zu befriedigen. Es kommt zum Teufelskreis.

In Wahrheit ist der Zusammenhang zwischen Kohlensäure und Hunger jedoch deutlich komplexer. Denn auch Hormone spielen dabei eine wichtige Rolle. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte selbst experimentieren und prüfen, ob er oder sie beim Verzehr von Sprudel mehr Hunger als üblich bekommt. Wir werden jedenfalls nicht auf unseren Sprudel verzichten.

Fazit: Ist Kohlensäure schädlich? Wir sagen: Nein

Wenn man nicht gerade unter Magenproblemen leidet, ist der Konsum von Sprudel nicht schädlich. Lediglich vom Konsum mehrer Liter täglich raten wir aufgrund möglicher Blähungen ab. Doch auch dazu muss es nicht kommen, da jeder Mensch anders aus Sprudel reagiert.

Zwar finden sich im Internet noch viele weitere Nachteile und Gerüchte zur Frage, ob Kohlensäure schädlich ist, diese empfinden wir jedoch zum größten Teil als haltlos. Teilweise müssen wir die angeblichen Fakten sogar in die Kategorie Esoterik stecken. Wundern Sie sich daher nicht, wenn Sie in diesem Artikel keine komplette Auflistung aller Vor- und Nachteile finden.

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