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Kohlensäure: Das sollten Sie unbedingt wissen

Kohlensäure: Das sollten Sie unbedingt darüber wissenBei Kohlensäure handelt es sich um eine anorganische Säure. Diese entsteht aus der Reaktion zwischen Kohlendioxid und Wasser. Kohlensäure existiert nach der Reaktion jedoch nur für einen kurzen Moment. Danach zerfällt sie sofort wieder. Beim Zerfall werden unter anderem Protonen freigesetzt. Diese sorgen letztendlich für den leicht sauren Geschmack von Sprudel.

Die Blasen im Wasser. Das Prickeln auf der Zunge. Das Zischen beim Öffnen der Flasche. All diese Phänomene werden fälschlicherweise der Kohlensäure zugeschrieben. In Wirklichkeit heißt die Ursache jedoch Kohlendioxid. Dieses löst sich nämlich nach dem Öffnen der Flasche nach und nach aus dem Wasser und sorgt für die beliebten Bläschen.

Wie entsteht Kohlensäure?

Kohlensäure (H2CO3) entsteht aus der Reaktion zwischen Kohlendioxid (CO2) und Wasser (H2O). Kohlendioxid gilt dabei grundsätzlich als im Wasser gut löslich. Durchschnittlich reagieren jedoch nur etwa 0,2 Prozent zu Kohlensäure. Der tatsächliche Anteil hängt dabei vor allem von der Temperatur des Umfelds ab.

Übrigens: Wussten Sie schon, dass gut gekühltes Wasser mehr Kohlensäure als warmes Wasser aufnimmt? Bei der Verwendung eines Wassersprudlers sollte das Wasser deshalb vorher gut gekühlt werden.

Reaktionsgleichung zur Entstehung von Kohlensäure

In der Natur entsteht Sprudel insbesondere in solchen Regionen, die in der Vergangenheit viele Vulkane aufgewiesen haben. Zum Beispiel die Eifel. In diesen Gebieten ist das Gestein nämlich stark mit Kohlendioxid angereichert. Fließgewässer lösen es bei Berührung im Laufe der Zeit nach und nach aus dem Gestein heraus. Somit entsteht Kohlensäure im Wasser. Möchte man den Sprudel der Natur auf lange Zeit haltbar machen, muss es danach so schnell wie möglich abgefüllt werden. Die Flaschen müssen im Anschluss luftdicht verschlossen werden.

Der alternative Weg funktioniert mithilfe von Wassersprudlern. Diese pumpen Kohlendioxid mit Druck ins Wasser. Der Gehalt an Kohlensäure lässt sich so massiv erhöhen und per Hand beeinflussen. Das dafür notwendige Kohlendioxid ist in eingebauten Gasflaschen gespeichert.

Seit wann werden Getränke künstlich mit Kohlensäure versetzt?

Jacob Schweppe war der erste Mensch, der ein Verfahren zur Anreicherung von Wasser mit Kohlendioxid entwickelt hat. Die Erfindung ließ er sich im Jahr 1783 patentieren. Dies geschah zunächst einmal aus medizinischen Gründen. Kohlensäure wirkt nämlich leicht desinfizierend. Wasser lässt sich auf diesem Weg länger haltbar machen, da sich Keime schlechter ausbreiten können.

Schweppe erkannte offenbar frühzeitig das Potenzial seiner Erfindung. Im nächsten Schritt eröffnete er im Jahr 1790 die erste Fabrik zur Herstellung von Sprudel. Dabei handelte es sich – wie Sie sich vielleicht schon gedacht haben – um die Geburtsstunde der Marke „Schweppes„.

Heutzutage ist Sprudel nicht mehr aus Deutschen Küchen wegzudenken. Wer dafür keinen Wassersprudler verwendet, der kauft sich den Sprudel direkt im Supermarkt. Oder greift alternativ zu süßen Limonaden.

Sprudel kann man nicht nur trinken

Sprudel kann man nicht nur trinken, sondern auch beim Kochen und Backen nutzen. In der folgenden Liste finden Sie nützliche Beispiele dafür.

  • Sprudel kann beim Backen als Alternative für Backpulver und Hefe genutzt werden. Das enthaltene Kohlendioxid setzt sich im Teig fest und lockert ihn so auf.
  • Sprudel, der reich an Kalzium ist, kann von Veganern als Alternative zur klassischen Milch genutzt werden.
  • Wasser mit Kohlensäure macht Magerquark, Desserts, Soßen und Co cremig, wenn man es gut verrührt.
  • Fleisch kann man auch mit Mineralwasser statt Fett braten. Hier muss jedoch jeder für sich herausfinden, ob das wirklich schmeckt.

Vor- und Nachteile für die Gesundheit

Über die Vor- und Nachteile von Kohlensäure für die Gesundheit haben wir einen eigenen Artikel geschrieben. Diesen finden Sie hier: Ist Kohlensäure schädlich für uns?

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