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Wasserarten: Welche Arten von Trinkwasser gibt es?

Wenn es um Wasserarten geht, haben Sie in der heutigen Welt die Qual der Wahl. Soll es reich an wichtigen Mineralien sein? Günstig sein und aus dem Hahn kommen? Oder sogar über heilende Kräfte verfügen? Mal Hand aufs Herz: Kennen Sie eigentlich die Unterschiede zwischen den Sorten? Dieser Frage gehen wir für Sie in diesem Artikel auf den Grund.

Hinweis: Wir beziehen uns in diesem Artikel natürlich nur auf Wasserarten, die man trinken kann. Andere Sorten – wie zum Beispiel Meerwasser -, die nicht zum Verzehr geeignet sind, lassen wir bewusst aus.

Wasserarten: Welche Arten von Trinkwasser gibt es?

Wenn Sie mit Begriffen wie Grundwasser nichts anfangen können, kann Ihnen die obige Grafik beim Lesen des Artikels eine wichtige Hilfe sein.

Mineralwasser – Der Klassiker

Mineralwasser stammt aus einem unterirdischen Wasservorkommen und weist stets den gleichen Gehalt an Mineralien auf. Die Quelle, in deren Nähe das Wasser abgefüllt werden muss, braucht dabei eine amtliche Anerkennung. Zur groben Übersicht: Bei uns gibt es aktuell ungefähr 800 staatlich anerkannte Quellen. Aufgrund dieser Zahlen wird klar, warum die Auswahl an Wasser im Supermarkt so immens groß ist. Zudem ist es dann auch nicht verwunderlich, wieso Wasser häufig einen großen Teil des Marktes einnimmt.

Noch dazu muss eine natürliche Reinheit gegeben sein, die der staatlichen Verordnung entspricht. Außer Kohlensäure dürfen dem Wasser keine weiteren Stoffe von außen zugeführt werden. Giftige Stoffe wie Arsen dürfen dem Wasser jedoch entzogen werden.

Bei dieser Art von Wasser handelt es sich um Regenwasser, das im Laufe der Zeit durch diverse Schichten von Gestein gesickert ist. Dabei reichert sich das Wasser von selbst mit Mineralien an. Da sich die Stoffe im Boden von Quelle zu Quelle unterscheiden, schmeckt jedes Mineralwasser anders. Das ist übrigens eine weitere Erklärung, warum es so viele Sorten gibt.

Mineralwasser lässt sich aufgrund seines Gehalts an Kohlensäure in drei Gruppen einteilen:

  • Klassisch: 7 bis 8 Gramm pro Liter
  • Medium/Still: 4 bis 5,5 Gramm pro Liter
  • Frei von Kohlensäure: Weniger als 1 Gramm pro Liter

Was ist Quellwasser?

Auf den ersten Blick unterscheidet sich Quellwasser kaum von Mineralwasser. Es stammt ebenfalls aus einer Quelle im Inneren der Erde, darf nicht verunreinigt sein, enthält Mineralstoffe und wird direkt an seiner Quelle abgefüllt. Auch in diesem Fall dürfen schädliche Stoffe aus dem Wasser entfernt werden.

Einen Unterschied gibt es jedoch: Die Quelle des Wassers muss nicht vom Staat anerkannt sein. Zudem muss der Gehalt an Mineralien nicht stets konstant sein. Weitere Stoffe dürfen dieser Wasserart dennoch nicht zugefügt werden. Mit einer Ausnahme: Die Zugabe von Kohlensäure ist auch hier erlaubt.

Heilwasser – Das Richtige für Esoteriker

Heilwasser muss Krankheiten oder sonstige Gebrechen heilen, lindern oder vorbeugen können. Diese Effekte müssen in Form einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen werden. Heilwasser wird aus diesem Grund als Arzneimittel eingestuft und muss deshalb vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen werden. Erst dann darf es auf dem freien Markt verkauft werden. Als Grund für seine heilenden Kräfte wird der hohe Anteil an Mineralien angeführt. Er liegt meist höher als bei normalem Mineralwasser.

Auch Heilwasser stammt aus einer unterirdischen Quelle. Es reichert sich auf seinem Weg durch die vielen Schichten von Gestein von selbst mit Mineralien an.

Trotz seines Status als Arzneimittel, ist Heilwasser auf dem üblichen Weg im Supermarkt erhältlich. Es muss weder verschrieben noch in der Apotheke gekauft werden.

Tafelwasser – Der Mischling

Tafelwasser wird künstlich hergestellt und stellt eine Mischung verschiedener Arten von Wasser dar. Der Hersteller verwendet dabei vor allem solche Wasser, die gerade am Ort der Produktion zur Verfügung stehen. Zum Beispiel Meerwasser in Kombination mit Leitungswasser.

Dem Wasser werden im ersten Schritt der Herstellung alle natürlichem Stoffe entzogen. Man demineralisiert das Wasser also. Als Produkt entsteht dabei zunächst einmal reines bzw. destilliertes Wasser. Anschließend werden dem Wasser wieder Mineralien zugesetzt. Auf diese Weise garantiert der Hersteller dem Kunden den immer gleichen Geschmack. Tafelwasser dient nämlich in vielen Fällen als Basis für Limonaden und weitere gezuckerte Getränke.

Leitungswasser – Die günstige Variante

Leitungswasser besteht zu zwei Dritteln aus Grundwasser und zu einem Drittel aus Oberflächenwasser. Unter Letzterem versteht man sämtliche Quellen, die sich an der Oberfläche der Erde befinden. Zum Beispiel Talsperren, Flüsse und Seen.

Im ersten Schritt wird das Leitungswasser aufbereitet und – wenn nötig – entkeimt. Eine Desinfektion ist aber nur in Ausnahmen wirklich notwendig. Zum Beispiel bei einer Überflutung der Reservoirs. Sie erfolgt meist in Form einer Zugabe von Chlor. Erst danach wird das Wasser über Rohre zu Ihnen nach Hause gepumpt.

Deutschland ist übrigens weltweit dafür bekannt, seinen Bewohnern das qualitativ beste Leitungswasser zu bieten. Es darf zum Beispiele keine gefährlichen Keime enthalten und steht unter ständiger Kontrolle. Die meisten Menschen benutzen das Wort Trinkwasser also mit gutem Grund direkt als Synonym.

Wichtig: Die Qualität des Wassers wird nur bis zu Ihrem Heim garantiert. Ab da sind Sie als Besitzer des Hauses oder Ihr Vermieter für die Qualität des Wassers verantwortlich. Das sollte heute aber kein Problem mehr sein, da sich von heutigen Rohren keine Metalle mehr lösen und an das Wasser abgegeben werden. Vor einigen Jahren handelte es sich dabei jedoch noch um ein echtes Problem. Fragen Sie, wenn Zweifel bestehen, einen Experten um Rat.

Welches Wasser ist das Beste?

Der Preis eines Wassers sagt zunächst einmal nichts über dessen Qualität aus. Auch ist es schwer zu sagen, welches Wasser „das Beste“ ist. Eine definitive Antwort auf diese Frage gibt es nicht.

Viel wichtiger ist es, zu wissen, welche Inhaltsstoffe Sie überhaupt benötigen. Sportler scheiden zum Beispiel viele Mineralien beim Schwitzen aus. Sind Sie also ein Sportler, dann sollten Sie darauf achten, dass Ihr Wasser der Wahl viele Mineralien enthält. So wird der Verlust durch den Sport wieder ausgeglichen. Sollten Sie hingegen auf eine Ernährung ohne viel Salz achten, sollte Ihr Griff zu einer Sorte gehen, die möglichst wenig Natrium enthält. In solchen Fällen – oder wenn Sie nicht genau wissen, was Sie benötigen – empfiehlt sich ein Gespräch mit Ihrem Hausarzt.

Fazit: Sind alle Wasserarten nötig?

Wenn es darum geht, Ihren Durst zu stillen, kommen alle zunächst einmal alle Wasserarten infrage. Schließlich gilt die strenge Trinkwasserverordnung für jedes Wasser.

Wasserarten wie dem Heilwasser stehen wir jedoch kritisch gegenüber. Die Stiftung Warentest teilt diese Ansicht. Sie kritisiert, dass Heilwasser und Mineralwasser teils aus der gleichen Quelle stammen. Einmal als Arzneimittel und einmal als normales Trinkwasser deklariert. Kann man so etwas als Kunde ernst nehmen? Die Skeptiker von GWUP stecken das Wasser in die gleiche Kategorie wie Horoskope und Hellseherei.

Wer praktisch veranlagt ist, der stillt seinen Bedarf nach Wasser mit dem Hahn in der Küche und nutzt einen Wassersprudler zur Besprudelung. So ersparen Sie sich das Schleppen schwerer Kisten und sparen noch dazu bares Geld. Wer es esoterisch mag und über das nötige Kleingeld verfügt, der kann natürlich auch zum Heilwasser greifen.

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