Wassersprudler im Test Testberichte, Vergleiche & Ratgeber

Sind Wassersprudler Keimschleudern & gefährlich für die Gesundheit?

Sind Wassersprudler Keimschleudern & gefährlich für die Gesundheit?

Durch die Medien geistert immer wieder die Aussage, Wassersprudler seien wahre Keimschleudern. Es heißt, die Geräte seien der ideale Ort für Bakterien. Der Verzehr des selbst gesprudelten Wassers würde den Benutzer krankmachen und könne zum Beispiel zu Durchfall und Erbrechen führen.

Ohne ein gewisses Maß an Hygiene stimmen diese Aussagen vermutlich sogar. Wer allerdings auf eine saubere Umgebung achtet und den Sprudler und dessen Flaschen regelmäßig reinigt, der wird viel Spaß und wenig Probleme mit seinem Wassersprudler haben.

Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen, was Sie tun können, damit Keime bei Ihnen keine Chance haben.

Was können Sie gegen Keime im Wassersprudler tun?

Maßnahmen am Sprudler selbst

  • Regelmäßige Reinigung des Wassersprudlers
    Der Sprudler sollte regelmäßig gesäubert werden. Empfehlenswert als Reinigungsmittel ist dabei Wasser mit einem Schuss Essig. Seien Sie gründlich und schenken Sie auch Teilen wie dem Gewinde und den Dichtungen besondere Aufmerksamkeit. Was sich auseinanderbauen lässt, sollten Sie zur Reinigung auch auseinanderbauen. Auf diese Weise verhindern Sie, dass sich Bakterien und Keime innerhalb des Sprudlers ansiedeln und vermehren. Auf diese Weise werden Sie übrigens auch lästigen Kalk los, der dem Gerät schaden und den Geschmack des Wassers verschlechtern kann. Gefährlich ist Kalk für den Menschen jedoch nicht.
  • Möglichst viel Kohlensäure sprudeln
    Kohlensäure wirkt desinfizierend. Es ist aus Sicht Ihrer Gesundheit deshalb sinnvoll, das Wasser immer mit möglichst viel Sprudel zu versetzen. So lässt sich die Vermehrung von Bakterien eindämmen.

Maßnahmen, die die Flaschen betreffen

  • Regelmäßige Reinigung der Flaschen
    Ob Sie Glaskaraffen oder PET-Flaschen verwenden, spielt erst einmal keine Rolle. Eine regelmäßige Reinigung sollte bei beiden Arten durchgeführt werden. Glasflaschen bekommen Sie in der Spülmaschine sauber. PET-Flaschen lassen sich mit einer Kombination aus Spülmittel und speziellen Flaschenbürsten recht einfach reinigen. Achten Sie bei PET-Flaschen unbedingt auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Wenn dieses abgelaufen ist, sollten Sie sich neue Flaschen zulegen. Bei Glasflaschen ist dies nicht der Fall. Zum Thema Flaschen finden Sie weiter unten übrigens noch einen eigenen Absatz mit weiteren Infos.
  • Sirup erst im Glas mischen
    Sirup sollten Sie immer erst im Glas mischen. Niemals direkt in der Flasche. Auch mithilfe einer Spülmaschine lässt sich das Gemisch aus Zucker und Aroma nur sehr schwer wieder aus der Flasche entfernen. Händisch ist dies natürlich noch lästiger.
  • Flaschen gehören in den Kühlschrank
    Wenn Sie die Flaschen gerade nicht verwenden, gehören Sie in den Kühlschrank. Bakterien brauchen nämlich Licht und Wärme, um sich zu vermehren. Diese sind im Kühlschrank nicht gegeben. Aufbewahrt im Kühlschrank verlangsamen Sie das Wachstum erheblich. Kleiner Tipp: Kühles Wasser nimmt auch mehr Kohlensäure auf.
  • Jeden Tag neues Wasser herstellen
    Wasser vom Vortag sollten Sie nicht mehr trinken. Sprudeln Sie stattdessen jeden Tag neues Wasser auf.
  • Flaschen kopfüber trocknen lassen
    Nach der Reinigung sollten die Flaschen immer kopfüber und lange genug getrocknet werden. Bakterien brauchen Feuchtigkeit zur Vermehrung. So nehmen Sie Ihnen den Lebensraum.
  • Wasser nicht der Hitze aussetzen
    Sprudel sollte niemals der Sonne, der Heizung oder sonstigen Wärmequellen ausgesetzt werden. Wärme fördert nämlich nicht nur die Vermehrung von Bakterien, sondern sorgt auch dafür, dass das Wasser nicht mehr so gut schmeckt. Es wird schneller schal.
  • Nicht direkt aus der Flasche trinken
    Um sowohl sich selbst als auch Ihre Flaschen zu schützen, sollten Sie niemals direkt aus der Flasche trinken. So verhindern Sie die Übertragung von Krankheiten in beide Richtungen. So tun Sie übrigens auch Ihren Mitbewohnern einen Gefallen.

Eine weitere Maßnahme: Ihr Leitungswasser testen

Es kann passieren, dass Sie Ihren Sprudler und Ihre Flaschen zwar täglich reinigen, das Wasser aber dennoch mit Keimen befallen ist. Wie kann das sein?

Ganz einfach: In Deutschland gibt es die sogenannte Trinkwasserverordnung. Sie garantiert einwandfreies Leitungswasser, das keine gefährlichen Keime enthält. Aber: Diese Verordnung gilt nur bis zu Ihrer Wasseruhr. Innerhalb Ihres Heims kann das Wasser in den Rohren immer noch verschmutzt werden. Zum Beispiel durch veraltete Bleirohre, undichte Leitungen, kaputte Boiler und Biofilme innerhalb der Rohre. Auf diese Weise können nicht nur Keime ins Wasser gelangen, sondern auch gefährliche Schwermetalle.

Für einwandfreies Wasser auch nach der Wasseruhr ist der Vermieter bzw. Hausbesitzer verantwortlich. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Wasser einwandfrei ist, sollten Sie deshalb einen Wassertest durchführen. Mit diesem lassen sich Keime und Metalle im Wasser nachweisen. Fällt der Test positiv aus, können Sie bzw. Ihr Vermieter etwas dagegen tun.

Worauf sollten Sie bei Glas- und PET-Flaschen achten?

Sie sollten die Flaschen Ihres Sprudlers immer nach jedem Gebrauch und insbesondere vor der ersten Benutzung reinigen.

Glasflaschen

Glasflaschen sind definitiv die empfehlenswertere Art von Flaschen. Flaschen aus Glas können Sie ohne Probleme in der Spülmaschine reinigen lassen. Außerdem entstehen im Laufe der Zeit keine Risse, in denen sich Bakterien ansiedeln können. Dafür kann Ihnen die Glasflasche natürlich hinfallen – übrig bleibet dann oft nur ein Haufen von Scherben.

Sollten Sie über keine Spülmaschine verfügen, lassen sich Glasflaschen natürlich auch von Hand mit Wasser, einem Schuss Spülmittel und einer Flaschenbürste reinigen. Sollten Sie keine passende Bürste haben, sollten Sie die Flasche mit möglichst viel Druck aus dem Wasserhahn ausspülen.

PET-Flaschen

PET-Flaschen sind zwar praktisch, jedoch nicht für die Spülmaschine geeignet. Außerdem entstehen im Laufe der Jahre kleine Risse, in denen sich Bakterien sehr wohl fühlen. Es ist daher sehr wichtig, PET-Flaschen nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht mehr zu verwenden. Stattdessen sollten Sie früh genug Ersatz kaufen.

Was passiert, wenn Sie mit Keimen in Berührung kommen?

Nehmen wir einfach mal an, dass Sie es mit der Hygiene nicht so genau nehmen und sich Bakterien in Ihrem Wassersprudler oder in Ihren Flaschen ansiedeln. Was kann im schlimmsten Fall passieren?

Wenn Sie ein gesunder Erwachsener sind, sollte selbst in diesem Fall nichts passieren. Ganz anders sieht es bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem, Babies und Kleinkindern aus. Hier kann es tatsächlich passieren, dass diese an Übelkeit oder Durchfall erkranken. Sind solche Personen in Ihrem Haushalt, sollten Sie daher noch genauer auf die Hygiene ihres Sprudlers achten.

Fazit: Wassersprudler sind keine Keimschleudern

Wer das Thema Hygiene ernst nimmt, der sollte keine Probleme mit seinem Wassersprudler bekommen. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko von Keimen praktisch auf 0 reduzieren. Nur wer seinen Sprudler und seine Flaschen versiffen lässt, kann Probleme mit Keimen bekommen.

Sollten Sie in einem Altbau wohnen oder beim Verzehr von selbst gesprudeltem Wasser dennoch Probleme mit der Gesundheit bekommen, sollten Sie über einen Wassertest nachdenken. Dieser macht vor allem vor der Anschaffung eines Sprudlers Sinn.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


  • Wiesner

    Warum wird das Trinkwasser in Haushalten nicht untersucht, ob es rein ist. In meinem Sieb des Wasserkochers sind Ablagerungen, die grün sind. Jede Woche muss ich entkalten.
    Was nützt es, wenn das Wasser der Stadt gut ist, wenn irgendetwas im Haus nicht stimmt. Es muss ganz einfach im Haus das Wasser gut sein und gesund bevor ich einen Wassersprudler kaufe und jeden Tag 1 Liter davon trinke.

    Antworten
  • Thomas

    Das stimmt natürlich. Wir werden die Info bei der nächsten Überarbeitung des Artikels miteinbeziehen. Nun ist die Sache aber so, dass die meisten Häuser in Deutschland in Ordnung sind. Wenn man allerdings in einem Altbau wohnt, dann kann so etwas durchaus vorkommen. In solchen Fällen muss sich der Vermieter darum kümmern, dass die Leitung wieder in Ordnung kommt.

    Antworten
  • Michael Platt

    Hallo,
    hat sich irgendeiner schonmal Gedanken gemacht, ob sich aus den CO2 Aluminiumzylindern Aluminium löst. Im Internet findet man hierzu nichts. Auch scheint es von Zylinder zu Zylinder unterrschiedlich zu sein, ob CO2 flüssig oder gasförmig verfüllt wird. In der 60L Zylinder soll es wohl flüssig verfüllt werden…..Kann des mit dem Alu-Zylinder nicht reagieren??

    MfG
    Michael Platt

    Antworten
  • Ervino

    Mich wundert es, dass noch niemand auf diesen wichtigen Punkt Stellung nimmt. Aluminium ist ja unter anderem in Verdacht Alzheimer mit zu verursachen.

    Antworten
  • neuling

    hallo,
    bin zur zeit am schauen nach einem wassersprudler.
    und natürlich auch sehr hellhörig geworden, dass die co2 kartuschen aus alu sind.
    leider sind die abgefüllten mineralwasserflaschen auch mit einem alu oder kunststoff deckel.
    mfg

    Antworten
  • Thomas

    Hallo Michael, der Gedanke ist definitiv interessant. Allerdings haben wir bisher noch nichts davon gehört.

    Wenn man die Gasflasche umtauscht, sorgt die Firma SodaStream dafür, dass diese gewartet wird. Wenn etwas nicht stimmen sollte, wird die Flasche aus dem Verkehr gezogen.

    Nur ist die Sache die: Wenn im Allgemeinen Aluminium abgegeben wird, dann gilt das auch für sämtliche andere Zylinder, die in der Industrie verwendet werden. Bei abgefülltem Sprudelwasser wird die Situation daher wohl dieselbe sein. Irgendwoher muss das Gas – ob flüssig oder nicht – schließlich kommen.

    Schöne Grüße,
    Thomas

    Antworten
  • Robbi

    Also eine gewisse Hygiene hat man im Haushalt sowieso. Zumindest sollte es so sein und wurde mir beigebracht. Als Kind habe ich im Sandkasten den Sand gefuttert und bin davon nie krank geworden oder ungewaschenes Ost beim Bauern geklaut und gegessen. Alles ohne Probleme aber heute haben sehr viele Allergien dank Sagrotan und Co. Logisch das Immunsystem hat nix mehr zu tun und schläft ein. Und bei jeder kleinen Keimbefall ist das Immunsystem überfordert. Also man kann das Sprudelsystem bedenkenlos nutzen und es regelmäßig reinigen, wie auch das Geschirr gereinigt wird.

    Antworten
  • Thomas

    Hey Robbi, da stimme ich zu 100 Prozent zu. Benutze Wassersprudler jetzt seit vielen Jahren und hatte nie Probleme. Zumal die Keime – sofern überhaupt vorhanden – ohnehin in der Magensäure landen würde. Schöne Grüße, Thomas

    Antworten
  • Gerald Dittmer

    Wir haben seit ca. 3 Monaten ein soda stream Gerät mit PET Flaschen. Seit ca. 2 Monaten erkrankt unsere 9 jährige Tochter regelmäßig an Übelkeit/ erbrechen und Durchfall. Geschätzt 2x im Monat. Wir haben erst jetzt den Zusammenhang zur PET Flasche und den entstehenden Keimen gemacht. Der Hersteller sollte den Verbraucher auf diese Gefahr hinweisen – ich bin sicher das unserer Fall keine Ausnahme darstellt…

    Antworten
  • Thomas

    Hallo Gerald, wie wurden die PET-Flaschen denn immer gereinigt? Schließlich benutzen Millionen von Kunden solche Geräte und haben keine Probleme mit Keimen. Ich selbst verwende meinen Sprudler seit vielen Jahren und mir wurde nie schlecht. Schöne Grüße, Thomas

    Antworten
  • Thomas

    Wir haben den Artikel nun nach dem aktuellen Stand der Dinge überarbeitet.

    Kann es vielleicht sein, dass das Leitungswasser bei Ihnen bereits mit Keimen versetzt ist, wenn es aus dem Wasserhahn kommt? Siehe Artikel.

    Antworten
  • Natascha Hütter

    Ich habe den Soda Stream mit PET Flaschen seit Feber 2018. Ich habe 2 Flaschen dazu gekauft und reinige diese nach jedem trinken.
    Dennoch haben alle diesen komischen Plastik Geschmack beim trinken und Frage mich schon länger ob das gesund sein kann.

    Ich leide seit über einen Monat an schlimmen Magen Problemen und Durchfall.
    Und ich vermute (da der Hausarzt ratlos ist), ob dieser evtl von dem Wasser kommen Kann?
    Ich trinke doch sehr viel den ganzen Tag über und habe jedes mal diesen Plastik Geschmack dabei.

    LG Natascha

    Antworten
  • Thomas

    Hallo Natascha, das lässt sich ganz einfach nachprüfen: Versuche einfach mal einen Monat auf den Wassersprudler zu verzichten und prüfe, ob sich das Problem dann von alleine löst. Sollte dies der Fall sein, würde ich es nochmal mit dem Sprudler probieren und schauen, ob die gleichen Symptome auftreten. Schöne Grüße, Thomas

    Antworten
  • Ulli

    Hallo! Habe in meiner Wohnung von SODA CLUB eine (vermutlich leere) CO2-Flasche sowie eine Plastikflasche gefunden – beides stammt noch von einer früheren Freundin. – Sollte ich beides oder nur einen Teil davon entsorgen bzw. wo kann ich beides zurück geben?
    Danke im Voraus!

    Antworten
  • Thomas

    Hey Ulli, die Antworten findest Du hier. Relativ weit unten haben wir die Frage relativ ausführlich beantwortet. Schöne Grüße, Thomas

    Antworten