Was ist der Unterschied zwischen Mineralwasser und Sprudelwasser?

Was ist der Unterschied zwischen Mineralwasser und Sprudelwasser?

Nicht jedes Sprudelwasser ist auch automatisch ein Mineralwasser. Es kommt in erster Linie darauf an, welcher Art von Wasser Kohlensäure beigesetzt wird. Umgangssprachlich dient die Bezeichnung Sprudelwasser als Sammelbegriff für Quellwasser, Grundwasser und Leitungswasser, das künstlich mit Kohlensäure versetzt wurde.

Im Gegensatz zum naturbelassenen Mineralwasser braucht Sprudelwasser keine amtliche Anerkennung und unterliegt deshalb weniger strengen Vorgaben. Aber auch das reichhaltigere und geschmackvollere Mineralwasser wird mit Kohlensäure versetzt im Handel angeboten. Legst Du beim Kauf Wert auf natürliches Mineralwasser, solltest Du die Angaben auf dem Etikett genau beachten.

Lesedauer: 2 Minuten
Letztes Update: 17. März 2022

Wie ist der Begriff Mineralwasser definiert?

Mineralwasser gilt als Grundwasser mit besonderen Eigenschaften. Ein Wasser darf sich laut deutscher Mineral- und Tafelwasserverordnung offiziell nur dann als Mineralwasser bezeichnen, wenn:

  • Es aus einem unterirdischen Wasservorkommen stammt
  • Es von ursprünglicher Reinheit ist (= durch Filtration der Gesteinsschichten)
  • Es direkt am Gewinnungsort (Quelle oder Brunnen) abgefüllt wird
  • Seine Inhaltsstoffe über die Zeit nur unwesentlich schwanken
  • Es über eine amtliche Anerkennung verfügt

Wie entsteht natürliches Mineralwasser?

Wenn nach dem Regen der Niederschlag in das Erdreich eindringt, sickert das Wasser durch verschiedenste Gesteinsschichten und reichert sich auf seinem Weg mit essenziellen Mineralstoffen wie Magnesium, Natrium und Calcium sowie wertvollen Spurenelementen an. Diese bilden die Inhaltsstoffe des Mineralwassers und bestimmen den Geschmack. In der Tiefe angekommen, ist Mineralwasser nahezu vollständig vor Verunreinigungen jeglicher Art geschützt.

In Deutschland sind inzwischen mehr als 800 Mineralwässer offiziell anerkannt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) listet sie auf seiner Website mit Namen der Quelle und Ort der Quellnutzung. Ob ein Mineralwasser amtlich anerkannt ist, lässt sich auch am Etikett erkennen. Dort sind neben dem Ort und dem Namen der Quelle auch die analytische Zusammensetzung sowie die Behandlungsverfahren abgebildet.

Je nach der Konzentration seiner Inhaltsstoffe gelangt Mineralwasser mit Bezeichnungen wie natriumarm, kalziumhaltig, magnesiumhaltig oder als Mineralwasser geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung in den Handel. Auch bei der Verarbeitung gelten strenge Regeln: So dürfen Eisen, Mangan und Schwefel nur über physikalische Wege wie Filtration abgetrennt werden. Chemische Verfahren sind dagegen nicht zulässig. Das erhält die ursprüngliche Reinheit.

Sprudelwasser braucht keine amtliche Anerkennung

Laut Definition ist Sprudelwasser einfach nur Trinkwasser mit Kohlensäure. Damit ist Wasser gemeint, das in der Regel aus Grund- und Oberflächenwasser gewonnen wird und durch Leitungen fließt. Im Vergleich zum naturbelassenen Mineralwasser ist es zumeist aufwendig aufgearbeitet und desinfiziert.

Während es Mineralwasser auf der Erde schon immer gab, erfand der Mensch das Verfahren zur künstlichen Herstellung von Sprudelwasser erst im 18. Jahrhundert. Die Unterscheidung verschiedener Wasserarten beschränkt sich übrigens nicht nur auf Mineralwasser und Sprudelwasser. Hier erfährst Du mehr über weitere Wasserarten.

Mit Wassersprudlern lässt sich Leitungswasser auch bei Dir zu Hause ohne großen Aufwand in erfrischendes Sprudelwasser verwandeln. Je nach persönlicher Vorliebe in der gewünschten Sprudelstärke. Du möchtest mehr über Wassersprudler erfahren? Dann wirf doch zum Einstieg einfach mal einen Blick auf die Vorteile von Wassersprudlern.

Fazit: Sprudelwasser ist nicht gleich Mineralwasser. Letzten Endes ist die Basis ausschlaggebend. Sprudelwasser kann sowohl auf der Basis von aufbereitetem Trinkwasser aus der Leitung als auch auf der Basis von natürlichem Mineralwasser hergestellt werden. Mineralwasser ist hingegen ein Naturprodukt und kann nicht künstlich hergestellt werden.